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EAH-Mentoringprogramm für Nachwuchswissenschaftlerinnen

Zielsetzung

Mehr Mädchen als Jungen erlangen jedes Jahr in Deutschland die allgemeine Hochschulreife, es gibt in etwa so viele Studentinnen wie Studenten und auch gut 50% der Dissertationen werden von Frauen verfasst. Jedoch nur etwa jede dritte Promotion in Deutschland wird von einer Frau eingereicht und nur jede fünfte Professur ist mit einer Frau besetzt. Besonders groß ist diese Diskrepanz in den MINT-Fächern.

Das Professorinnenprogramm III des Bundesministeriums für Bildung und Forschung – dessen erste Programmphase bereits im Jahr 2008 startete – hat deshalb zum Ziel, Frauen in der Wissenschaft zu unterstützen und Professuren von Frauen gezielt zu fördern. Auch die Ernst-Abbe-Hochschule hat sich im Rahmen des Programms erfolgreich beworben und dabei erklärt, weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs frühzeitig und umfassend zu fördern. Ein sehr geeignetes Instrument, um junge Wissenschaftlerinnen auf ihrem Karriereweg und ihren Verbleib in der Wissenschaft zu fördern, ist das Mentoring.

Die Ernst-Abbe-Hochschule ruft deshalb erstmals ein Mentoring-Programm für weibliche Studierende ins Leben. Auf diese Weise sollen Studentinnen und Professor*innen aller Fachrichtungen voneinander lernen, neue Impulse für den eigenen Berufsweg gewinnen und die Position von Frauen in der Wissenschaft stärken. Mittelfristiges Ziel ist die Erhöhung der Zahl weiblicher Promovenden an der EAH.

Programmablauf

Die erste Gruppe Mentees durchläuft das Programm von November 2020 bis Juli 2021. Das Mentoringprogramm beginnt mit der Auftaktveranstaltung voraussichtlich am 11.11.2020, auf der sich die Mentees und die Mentor*innen kennenlernen. Zwischen November 2020 und Juli 2021 finden das eigentliche Mentoring und verschiedene Begleitworkshops und Vernetzungsveranstaltungen statt.
Einen vorläufigen Ablaufplan finden Sie hier: Ablaufplan Mentoring 20/21.

Im Oktober 2021 erhalten alle Mentees und Mentor*innen bei der Abschlussveranstaltung ein Teilnahmezertifikat.

Mentoring

Beim Mentoring gibt eine „erfahrene" Person (Mentor*in) ihr Know-How und Erfahrungswissen an eine „weniger erfahrene" Person (Mentee) weiter und fördert dadurch deren persönliche und/oder berufliche Entwicklung. Besonders in der beruflichen Praxis ist Mentoring ein bereits erprobtes und wirkungsvolles Instrument der gezielten Nachwuchsförderung und Führungskräftegewinnung. Auch an vielen Hochschulen gibt es mittlerweile zahlreiche Mentoring-Programme.

Abhängig von Profil und Zielen werden Mentees und Mentor*innen gematched. Inhalt und Form des Mentorings werden beim ersten Treffen gemeinsam formuliert. Auf dieser Basis wird der weitere Prozess sowie Kommunikationsarten und -wege individuell vereinbart. Das Mentoring kann verschiedene Formen annehmen.

  • One-to-One-Mentoring: Mentee und Mentorin oder Mentor gehen hier eine exklusive Mentoring-Beziehung ein.
  • Gruppenmentoring: Mehrere Mentees arbeiten als Peers in einer Gruppe zusammen. Ein*e erfahrene*r Mentor*in begleitet die Peergruppe als positives Rollenvorbild.

Qualifizierendes Begleitprogramm

In kostenlosen, zentral organisierten Vernetzungsveranstaltungen und Workshops können zudem Schlüsselkompetenzen, z.B. in wissenschaftlichem Schreiben, Selbstpräsentation und Karriereplanung, erworben werden. Die Mentees werden darüber hinaus dabei unterstützt, weitere Netzwerkaktivitäten wie Stammtische, Social Media Gruppen etc. zu initiieren.

Informationen für Mentees

Wer kann als Mentee teilnehmen?

Am Mentoring-Programm können Studentinnen aller Fachbereiche der letzten beiden Semester ihres Bachelor-Studiums sowie alle Master-Studentinnen teilnehmen. Eine feste Promotionsabsicht muss zum Zeitpunkt der Teilnahme noch nicht bestehen, sollte aber auch nicht ausgeschlossen werden. Sie sollten darüber hinaus, motiviert sein, Ihre berufliche und persönliche Entwicklung voranzubringen und sich aktiv am Mentoring-Programm zu beteiligen.

Als Mentee...

  • erhalten Sie eine klare Zielorientierung für das Ende Ihres Studiums
  • gewinnen Sie Einblicke in die Berufs- und Arbeitsrealität
  • erweitern Sie Ihre persönlichen und wissenschaftlichen Schlüsselkompetenzen
  • schärfen Sie Ihr eigenes Profil
  • entwerfen Sie Strategien zum Berufseinstieg
  • bereiten Sie sich auf eine mögliche Promotion vor
  • nutzen Sie die Netzwerke der Mentorin/des Mentors

Ergänzt wird das Mentoring durch ein kostenloses, qualifizierendes Begleitprogramm bestehend aus Workshops, Vernetzungsveranstaltungen und Vorträgen. Der Abschluss des Mentorings wird durch ein Teilnahmezertifikat bestätigt.

Interessierte Studentinnen senden bitte den ausgefüllten Profilbogen für Mentees sowie einen Lebenslauf an mentoring@eah-jena.de. Anmeldeschluss ist der 15.10.2020.

Informationen für Mentor*innen

Wer kann Mentor*in werden?

Mentor*innen sind Wissenschaftler*innen der Jenaer Hochschulen sowie promovierte Personen aus der Berufspraxis, die Interesse daran haben, ihr Wissen und ihre Erfahrungen an Nachwuchswissenschaftlerinnen weiterzugeben und diesen berufliche Wege aufzuzeigen.

Als Mentor*in...

  • geben Sie Ihre Erfahrungen an Nachwuchswissenschaftlerinnen weiter
  • unterstützen Sie junge Wissenschaftlerinnen dabei, in der Vielzahl wissenschaftlicher und beruflicher Möglichkeiten Ziele zu erkennen
  • schärfen Sie Ihr persönliches und wissenschaftliches Profil
  • erweitern Sie Ihre Beratungskompetenz
  • erhalten Sie neue Impulse in Ihrem Arbeiten
  • bauen Sie Kontakte zu qualifizierten Nachwuchswissenschaftlerinnen auf
  • erhalten Sie die Möglichkeit zur Selbstreflexion
  • unterstützen Sie aktiv die Förderung von Frauen im wissenschaftlichen Betrieb

Die Hochschule unterstützt Sie in Ihrer Rolle als Mentor*in während des gesamten Programms. Ihre Teilnahme wird durch ein Zertifikat der Hochschulleitung bestätigt.

Interessierte Mentor*innen senden bitte den ausgefüllten Profilbogen für Mentor*innen an mentoring@eah-jena.de. Anmeldeschluss ist der 15.10.2020.