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Augenoptik, Optometrie und Vision Science

Die Vorlesungen Kontaktlinsentechnik und -anpassung erstrecken sich inklusive Praxissemester über vier Semester. Die begleitenden Praktika dazu vertiefen das Wissen der Vorlesung und ergänzen diese durch praktische Versuche der Kontaktlinsenanpassung. In den beiden Räumen des Labors lernen die Studenten den Umgang mit den zur Kontaktlinsenanpassung erforderlichen Geräten und Untersuchungstechniken. Anpassübungen vermitteln die notwendigen Fertigkeiten im sicheren Umgang mit Kontaktlinsen. Es stehen acht moderne Anpassplätze, teilweise mit Video-Spaltlampe, Ophthalmometer, Videokeratograph und Refraktionseinheit ausgerüstet, zur Verfügung. Über eine PC-gestützte Videodokumentation können die Studenten Spaltlampenbefunde aufzeichnen, aber auch Sitzeigenschaften (Fluobild, Bewegung, Zentrierung) von unterschiedlichen Kontaktlinsen beurteilen und diskutieren.

Zu den Ausbildungsinhalten im Kontaktlinsenpraktikum gehören:

  • Kundengespräch
  • Methoden der Topometrie und Ophthalmometrie
  • Spaltlampenuntersuchungstechniken
  • Befundbeurteilung der vorderen Augenabschnitte
  • Klassifikation von Spaltlampenbefunden
  • Anpassung weicher und formstabiler Kontaktlinsen verschiedener Geometrien
  • Kontaktlinsenpflege
  • Kontrolle des Kontaktlinsensitzes anhand von Fluoreszeinbild-Beurteilungen
  • Tränenfilmbeurteilung
  • Kontrolle der Kontaktlinsenparameter
  • Hornhautuntersuchungen

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Zu den Ausbildungsinhalten im Praktikum Lichttechnik gehören:

  • Grundgesetze der Lichttechnik (Kosinus-Gesetz, Lambert’sches Entfernungsgesetz)
  • Kontrastmessungen z. B. an der Vistech-Tafel mit dem Leuchtdichtemessgerät
  • Messung der Beleuchtungsverteilung im Raum mit der Leuchtdichtemesskamera (Mit der Leuchtdichtemesskamera LMK 98 können z. B. Leuchtdichten im Gesichtsfeld von etwa 50 Grad erfasst werden und computergestützt Kontraste für ausgewählte Objekte ermittelt werden.)
  • Ermittlung der Helligkeit (Leuchtdichte) umliegender Wände mittels Beleuchtungsstärkemesser und Reflexionsgradtafel
  • Farbmanagement
  • Messung des Tageslichtquotienten bei der Innenraumbeleuchtung
  • „Modelling-Effekt“

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  • Leitung: Dr. Carola Wicher
  • Mitarbeiter: Steffi Butzke, Alex Look

Die Vorlesungen und Praktika des Moduls Low Vision erstrecken sich über ein Semester. Hier werden umfassende Kenntnisse zum Umgang mit Sehbehinderungen, den technischen Hilfsmitteln, zur optimalen Nutzung des Sehrestes und zu den Möglichkeiten der Rehabilitation vermittelt. Im Labor stehen den Studenten transportable und stationäre elektronische und optische vergrößernde Hilfsmittel zur Verfügung. Die Bildschirmlesegeräte sind zum Teil mit Farbdarstellung, automatischer Scharfstellung und Fernbeobachtungsmöglichkeit ausgestattet.

Im Praktikum können vielfältige Arten vergrößernder Hilfsmittel zur Bestimmung ihrer Parameter und zur Demonstration der Gebrauchseigenschaften erprobt werden:

  • Handhabung von Aufsetz- und Lupenbrillen
  • Handhabung und Einsatz verschiedener Bildschirmlesegeräte
  • Einarbeitung von Fernrohsystemen in eine Trägerfassung
  • Computergestützte Auswahl von geeigneten Lupen
  • Refraktionsbestimmung bei simulierter Sehschwäche
  • Wirkung von Kontrastfiltergläsern
  • Parameterbestimmung von Lupen und Lesegläsern

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Fähigkeiten zur objektiven Refraktionsbestimmung werden im Modul Optometrie vermittelt. Dabei werden die verschiedenen Verfahren zur Skiaskopie behandelt. Für die praktische Übung stehen insgesamt 14 Praktikumsplätze zur Verfügung.

Inhalt im Praktikum ist die Bestimmung der sphärischen und astigmatischen Refraktion mit Hilfe des Skiaskops. Dazu gehören:

  • Bestimmung der objektiven Refraktion am Phantomauge
  • Bestimmung der objektiven Refraktion am lebenden Auge

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  • Leitung: Prof. Dr. Michael Gebhardt
  • Mitarbeiter: Alex Look

Die Vorlesungen Optometrie erstrecken sich je nach Wahl der Vertiefungsrichtung über drei oder vier Semester und werden von entsprechenden Praktika inhaltlich ergänzt. Basierend auf der Vermittlung von augenoptischen Grundkenntnissen wird ein breites Spektrum optometrischer Methoden in der Praxis dargestellt. Ein Schwerpunkt ist die Ausbildung auf dem Gebiet des Binokularsehens, seiner Prüfung und Korrektion. Dabei werden die Komplexität des visuellen Systems und dessen Korrektionstheorien berücksichtigt. Es stehen vier Laborräume mit insgesamt acht modern ausgerüsteten Prüfplätzen zur Verfügung.

Zu den Ausbildungsinhalten in den Praktika gehören:

  • Visusbestimmung
  • Refraktions- und Korrektionsbestimmung für Ferne und Nähe
  • Optometrische Funktionsprüfungen
  • Prüfung des Binokularsehens (z.B. Grafische Analyse, Integrative Analyse, MKH)
  • Prüfung diverser Sehfunktionen (Stereosehen, Kontrastsehen, Farbsehen usw.)
  • Korrektion von Sehfehlern bei spezifischen Befunden u.a. bei Anisometropie, Aniseikonie
  • Refraktions- und Korrektionsbestimmung für Bildschirmtätigkeit und hohe Sehanforderungen
  • Optometrisches Screening (Augenhintergrund, Augeninnendruck, Perimetrie usw.)
  • Wellenfrontanalyse mittels moderner Aberrometer

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In diesem Labor sind Perimeter verschiedener Hersteller untergebracht, die in den Praktika zu den Fächern Physiologische Optik und Optometrie für die Gesichtsfeldmessung eingesetzt werden.

In den Praktika werden folgende Versuche durchgeführt:

  • Ermittlung der Lage und der Größe der Papille
  • Kinetische und statische Perimetrie mit verschiedenen Geräten

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Die Vorlesungen und Praktika zur Physiologischen Optik erstrecken sich über zwei Semester. Es werden Kenntnisse zu elementaren Sehleistungskomponenten, Phänomenen, visuellen Effekten, physiologischen Vorgängen im visuellen System, zur Farbwahrnehmung, Gesichtsfeldmessung usw. vermittelt. In einem großen und sehr modern ausgestatteten Labor stehen diverse Experimentierplätze zur Verfügung.

Folgende Versuche werden durchgeführt:

  • Beurteilung der Farbsehvermögens
  • Reaktionsboard
  • Augeninnendruckmessung
  • Dämmerungssehen
  • Überprüfung des Kontrastsehvermögens
     (Buser-Test, Pelli-Robson-Tafeln, Vistech-Tafeln, Regan-Charts)
  • Ermittlung der Lage der Papille (blinder Fleck)
  • Ermittlung der psychometrischen Kurve des Auges
  • Abhängigkeit der Sehschärfe von unkorrigierter Ametropie
  • Wahrnehmungsphänomene am Pulfrich-Pendel

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In diesem Labor wird speziell die Montage und Justierung von vergrößernden Hilfsmitteln geübt, deren Endmontage nicht von den Herstellerfirmen vorgenommen wird. Außerdem bietet die Werkstatt allen Studenten die Möglichkeit, ihre praktischen augenoptischen und feinmechanischen Fertigkeiten zu festigen.

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  • Leitung: Prof. Dr. Michael Gebhardt
  • Mitarbeiter: Steffi Butzke