Skip to main content

Akustik und Schwingungen

Maschinenakustik

Die Maschinenakustik berührt physikalische Aspekte der Schallentstehung und Schallausbreitung ebenso wie physiologische Phänomene der Geräuschwahrnehmung. Im Vordergrund stehen die Erfassung und Bewertung von Schallemission und Schallimmission sowie Maßnahmen zur Lärmminderung bzw. zur Geräuschoptimierung.

In den meisten Fällen sind die Untersuchungsobjekte Geräte, Maschinen und technische Anlagen jeder Größe: von Haushaltsgeräten über Verbrennungsmotoren, Baumaschinen, Aggregaten der Klimatechnik, Verpackungs- und Abfüllanlagen bis hin zu Objekten der Energieversorgung von der Größe eines Hauses. Daneben werden aber gern auch sehr spezielle akustische Aufgaben bearbeitet. So wurden z.B. begleitend zur Lärmaktionsplanung der Stadt Jena Untersuchungen zur Verringerung der Lärmimmission im Straßenverkehr durch Herabsetzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit durchgeführt. Ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zoologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena beinhaltete Messungen zur Lauterzeugung spezieller Falter bis in den Ultraschallbereich.

Der jährlich zum „Tag gegen Lärm“ durchgeführte Jenaer Akustik-Tag an der Ernst-Abbe-Hochschule bietet die Möglichkeit zur Präsentation relevanter Themen im Bereich der Maschinenakustik und zum wissenschaftlichen Austausch. Die Kooperation mit dem Fachgebiet Medizintechnik und dem Tinnitus-Zentrum Jena garantiert eine interdisziplinäre Veranstaltung.

Ausstattung

Der reflexionsarme Halbraum ist der für akustische Untersuchungen übliche Messraum. Wände und Decke sind mit schallabsorbierendem Material ausgekleidet. So entstehen in einem weiten Frequenzbereich annähernd Freifeldbedingungen. Der an der EAH verfügbare Raum erfüllt die Anforderungen der Genauigkeitsklasse 2 nach DIN 45635 Teil 1.

Parameter: Grundfläche 7,10 × 5,70 m, Höhe 3,30 m, Volumen 130 m³, Dämmmaterial Basotect Pyramide, grau, 10 cm

Der Hallraum ist ein Messraum mit schallharten Wänden, wodurch die Reflexionen an allen Begrenzungsflächen sehr hoch sind. Dadurch wird ein diffuses Schallfeld mit hohen Nachhallzeiten erreicht. Im Vergleichs- oder im Direktverfahren bietet der Hallraum einfache Möglichkeiten zur Ermittlung von Schallleistungspegeln. Die Nachhallzeiten geben Auskunft über den Absorptionsgrad der verschiedenen Oberflächen. So kann der Raum auch zur Bestimmung von Materialeigenschaften (Schallabsorption) genutzt werden.

Parameter: Grundfläche 6,80 × 5,00 m, Höhe 3,20 m, Volumen 105 m³, Gesamtoberfläche 140 m², Nachhallzeit 6 bis 7 s

Ein Messsystem der besonderen Art stellt die Akustische Kamera der Firma Brüel&Kjær dar. Ein Array mit 36 Mikrofonen ermöglicht Schallquellenortungen sowohl im Fernbereich als auch im Nahbereich.

Parameter: Durchmesser 1 m, 36 Messmikrofone, Analysesoftware für Beamforming und Nahfeldholographie

  • Mehrkanaliges Schall- u. Schwingungsmesssystem der Firma Brüel& Kjær
  • Diverse ¼“ und ½“ Freifeldmikrofone auch für Ultraschall
  • Schallintensitätssonde für Messungen im Nahfeld
  • Diverse Beschleunigungsaufnehmer
  • Mehrere mobile Schall- und Schwingungsanalysatoren der Firma SVANTEK

Angebote

  • Durchführung und Auswertung von Schallemissions- und Schallimmissionmessungen
  • Schallquellenortung mit einer Akustischen Kamera
  • Durchführung und Auswertung von Schwingungsmessungen an Maschinen und Gebäuden
  • Messwertaufnahme im Labor oder vor Ort
  • Beratung zu Maßnahmen der Schall- und Schwingungsreduktion